Huhu alle,
ich bin Ronja, 16 Jahre alt, und werde das Schuljahr 2026/27 in Frankreich verbringen.
In diesem Blog möchte ich über mein Auslandsjahr berichten – ich nutze den Blog quasi als Tagebuch für mich selbst, aber auch für meine Familie, Freunde und sonstige Interessierte.
In diesem Blogeintrag möchte ich zusammenfassen, wie es so vor einem Auslandsjahr läuft und was es für einzelne Schritte gibt.
Was bisher so passiert ist
Schon im Frühjahr 2025 habe ich mich entschlossen, ein Auslandsjahr in der elften Klasse zu machen. In den nächsten Wochen habe ich dann eine Excel-Tabelle erstellt und verschiedene Organisationen miteinander verglichen. Meine Wahl ist schließlich auf Experiment e.V. gefallen, wo ich mich im Juli 2025 schließlich auch beworben habe. Anfang August habe ich dann den Vertrag zum unterzeichnen zugeschickt bekommen. Anschließend habe ich ein Motivationsschreiben für ein Stipendium geschrieben, das ich dann aber leider nicht bekommen habe.
Im September 2025 musste ich nun seitenweise Formulare und Steckbriefe ausfüllen – selbstverständlich auf Französisch 🙈 – und dabei eine Frage nach der anderen beantworten (dessen Sinn ich teilweise leider nicht ganz verstanden habe, z. B. „Beschreibe deine/n beste/n Freund/in. Was macht ihn/sie so besonders?“ oder „Wenn die Regeln in deiner Gastfamilie strenger sind als zu Hause, was machst du?“ oder „Eines deiner Gastgeschwister tut sich schwer, dich als ein Familienmitglied zu akzeptieren, was machst du?“).
Und nachdem meine Eltern, Lehrer und Ärzte ihre Dokumente auch ausgefüllt hatten, habe ich die Unterlagen im Oktober 2025 abgeschickt.
Danach passierte erst einmal nichts.
Dann, völlig aus dem Nichts, kam Ende Januar 2026 die Mail, die mir meine Gastfamilie vorstellte. Normalerweise bekommt man diese erst im Mai oder Juni, aber in der Deutschland-Frankreich-Kombination passiert so eine frühe Zuteilung häufiger. Nachdem ich die Mail und den Steckbrief meiner Gastfamilie gelesen habe, war ich ultra aufgeregt und total hibbelig. Nachdem ich die erste Mail an sie geschrieben habe, sind wir dann sehr schnell auf WhatsApp umgestiegen und schicken uns seitdem regelmäßig Fotos. Hauptsächlich schreibe ich mit meiner Gastmutter.
Im Mai 2026 verbrachte ich dann 4 Tage in Rotenburg ob der Fulda beim Vorbereitungsseminar. In verschiedenen Workshops ging es um Themen wie „Kulturschock“, „erster Kontakt mit der Gastfamilie – Erwartungen und Befürchtungen“ oder „wie umzugehen mit Krisen oder Heimweh“. Es war sehr schön, sich mit anderen auszutauschen, die in der gleichen Situation sind wie man selbst und so die gleichen Ängste haben, aber gleichzeitig war es auch anstrengend, weil man sehr viel Input bekommen hat.
Danach gab es noch einen Eltern-Informations-Abend und einen länderspezifischen Info-Abend (beides zum Glück per Videokonferenz) und jetzt sind es einfach nur noch 4 Wochen, bis mein Zug nach Frankreich fährt …
